Wein, Walzer und Wolldecken

Picknick-Konzert im Waldecker Schlossgarten unter dem Motto "Wiener Flair - Open Air"

In warme Decken gehüllt und mit einem Glas Rotwein Walzer- und Operettenmelodien lauschen, umgeben von illuminierten Bäumen und Mauern: Das erste Picknick-Konzert im Waldecker Schlossgarten kam gut an, Hunderte Besucher fanden sich ein und genossen ein ungewöhnliches, aber ge- Iungenes Freiluftkonzert.

VON ANDREA PAULY

Waldeck. Es war ein besonderes Geburtstagsgeschenk, das das Sinfonische Blasorchester Korbach-Lelbach der Edersee-Region zum 100-jährigen Bestehen der Mauer gemacht hat: ein Open-Air-Konzert im Schlossgarten unterhalb der Burg. Was im Korbacher Stadtpark bereits funktioniert hat, war auch in Waldeck ein Erfolg: Das Konzept des musikalischen Picknicks - oder eher des Konzerts mit Picknickgelegenheit - ließ sich auf Waldeck übertragen. Viele bedauern, dass der Herbst bereits Einzug hält. In Waldeck bot die schon frühe "blaue Stunde" am Samstagabend jedoch den perfekten Rahmen. Denn während der ersten Hälfte des Konzerts änderte sich durch die untergehende Sonne und den dunkler werdenden Himmel auch die Stimmung im Schlossgarten. Die farbigen Lichter, mit denen Bäume und Mauern angestrahlt waren, die Kerzen und Laternen und die hell erleuchtete Bühne schafften mit jeder Minute mehr Atmosphäre.

Auf die kühle Abendluft waren die Besucher vorbereitet: Viele hatten warme Decken oder Sitzkissen dabei und die meisten hatten die warmen Jacken aus dem Schrank geholt.

Und auch der Aufforderung, eigene Picknickkörbe mitzubringen, waren viele gefolgt, und genossen Wein oder heiße Getränke aus Thermosflaschen und Käsehäppchen und Wurstbrote. Wer nichts mitgebracht hatte, hatte an den Ständen der heimischen Gastronomen die Wahl zwischen Krabbensalat, Rosmarinbrot, Räucherfisch und Würstchen.

Durch das Programm führte Thomas Korte, der auch selbst im Orchester mitspielt. Er versorgte die Zuhörer mit Informationen über die verschiedenen Stücke und Komponisten.

Den schwungvollen Auftakt gestaltete das Blasorchester unter der Leitung von Rainer Horn mit der "Leichten Kavallerie" von Franz von Suppé.

Heimische Solisten

Zu hören waren aber nicht nur Instrumentalstücke: Das Sinfonische Blasorchester hatte sich für die Auswahl an Operettenstücken drei Solisten hinzu geholt: Tenor Thomas Schwill (Lelbach), Vera Filipponi (Korbach) und Larissa Niederquell (Sachsenhausen) bewiesen ihre Bandbreite bei Stücken wie ‚Wiener Blut', "Meine Lippen brennen so heiß" oder "Schenkt man sich Rosen in Tirol" aus dem "Vogelhändler".

Auch die Klassiker fehlten nicht - und so entließen die Bläser das Publikum mit dem Kaiserwalzer von Johann Strauss (Sohn) in die Pause.

Im zweiten Teil des Abends hatte das Orchester mit dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms und Höhepunkten aus der "Fledermaus" bekannte Stücke ausgewählt.

Auch die Solisten standen wieder im Rampenlicht - teils in Duetten, teils allein. So sang Thomas Schwill "Dein ist mein ganzes Herz" von Franz Lehar, Larissa Niederquell intonierte "Die Juliska aus Budapest" aus der Operette "Die Maske in Blau" und Vera Filipponi sang "Mein Herr Marquis". Alle drei gemeinsam waren zu hören bei "So muss allein ich bleiben" und "Im Feuerstrom der Reben" Als Zugabe spielten die Bläser eines von Strauss' berühmtesten Stücken: den Radetzky-Marsch.

Quelle: WLZ vom 1. September 2014


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